Kommentierte Linkliste

Kommentierte Linkliste für GermanistInnen in Bremen (Stand: 31.8.2007)

Diese kommentierte Linkliste wurde in einem General Studies-Workshop unter der Leitung von Uwe Spörl im Sommersemester 2007 von Bachelor-Studierenden im ersten und zweiten Studienjahr erstellt. Dementsprechend richten sich die Auswahl der Links und die Kommentare vornehmlich an Studierende und vor allem an Studienanfänger.

Mitgewirkt haben: Stefan Baack, Annika Beckmann, Denise Coordes, Gianna Hidde, Swantje Krüger, Silvia Last, Andreas Linz, Anne Martens, Julia Motulewski, Riyad Safrah, Katja Wille sowie Kerstin Züge.

Einfach auf die Überschriften klicken und der Link öffnet sich!

 

I. Portale

Erlanger Liste

Ein von Gunther Witting und Ernst Rohmer an der Uni Erlangen begründetes Fachportal für Germanistik. Es ist eines der ältesten Portale und bietet eine sehr umfangreiche Sammlung mit vielen weiterführenden Links, unter anderem auch zu Nachbardisziplinen. Einzig das Fehlen einer seiteninternen Suchfunktion fällt negativ auf, was aber durch die übersichtliche Gestaltung nicht weiter tragisch ist. Sehr zu empfehlen! (Stefan Baack)

 

Germanistik im Netz

Auf den ersten Blick erscheint es nicht ganz schlüssig, welche Angebote diese Seite umfasst, da sie meiner Meinung nach etwas verquer angeordnet ist. Insgesamt umfasst das Portal aber durchaus sinnvolle Funktionen wie zum Beispiel neben den üblichen elektronischen Zeitschriften und Datenbanken noch eine parallele Medienrecherche in den Katalogen weiterer Bibliotheken und Literaturarchive.

Zudem beinhaltet die Seite eine Funktion, die es ermöglicht, sofort herausfinden zu können, welche Neuerscheinungen auf dem Markt sind. Das erscheint sinnvoll, wenn man nur nach neueren Ausgaben sucht.

Die Funktion und der Sinn der „Internetquellen“ erschließt sich nicht sofort, da diese Seite etwas unübersichtlich aufgebaut ist und nicht auf einem Blick wiedergibt, was sich dahinter eigentlich verbirgt: unterschiedliche, komplex organiserte Ressourcen aus dem weiten Bereich der Germanistik im Netz.

Insgesamt beinhaltet die Seite einige sinnvolle Funktionen, die vielleicht nur noch etwas übersichtlicher gestaltet werden müssen, so dass man schon auf einem Blick versteht, was diese Seite anbietet. Für die Recherchen zu einer Hausarbeit sollte man diese Seite aber durchaus in Betracht ziehen. (Swantje Krüger)

 

Germanistik-Portal der UB der FU Berlin

Dieses Portal bietet eine Vielzahl von Datenbanken, Bibliothekskatalogen (inkl. des FU-Berlin-Online-Katalogs), E-Zeitschriften und andere digitale Ressourcen zur Benutzung an. Der Zugriff ist teilweise frei, teilweise für FU-Angehörige lizensiert. Mit der Literatursuche kann man selbstverständlich das Bibliotheksportal durchsuchen, sowie die Bücher, Medien und Kataloge und Datenbanken der FU Berlin. Allgemeine Überblicks- und Einstiegsseiten zur Literaturrecherche sowie Bibliothekskataloge im Internet sind verlinkt. Zudem gibt es umfassende Überblicksseiten zu Datenbanken und Bibliographien. Weiterhin kann man auch im Buchhandel, in Nachschlagewerken und Zeitschriften suchen.

Für Germanisten ist das Autorenverzeichnis sehr nützlich, das über den gefragten Autor nach Kategorien wie: Umfassendes, Bibliographien, Kurzbiographien, Institutionen, Rezensionen etc. Auskunft gibt.

Und überhaupt sehr praktisch ist die umfangreiche Linkliste zu allgemeinen Such- und Informationsdiensten im Internet. (Silvia Last)

 

Mediaevum

Das Internetportal Mediaevum.de zur deutschen und lateinischen Literatur des Mittelalters wurde im März 1999 von den Altgermanisten Sonja Glauch, Joachim Hamm, Tobias Kemper und Michael Rupp in’s Leben gerufen. Ziel dieses Portals ist es, fachlich nützliche, inhaltlich zuverlässige Materialien nach wissenschaftlichen Kriterien öffentlich bereitzustellen.

Die Nutzung ist sehr gut organisiert, da man über die Startseite einen Rundgang angeboten bekommt: Dieser informiert über die Themen und Ziele, die Gesamtstruktur und die Navigation in diesem Portal. Außerdem wird der Nutzer im Einführungstext auf eine Liste der beliebtesten Links verwiesen, die ebenfalls eine gute Orientierung ermöglichen.

Ebenfalls positiv, besonders für Internetneulinge, sind die Beschreibung der Gliederung von Mediaevum sowie die automatische Öffnung eines neuen Browserfensters bei externen Links.

Für die regelmäßige Nutzung bietet sich besonders die News-Kategorie an, weil dieser Überblick zuvor Gesuchtes/nicht Gefundenes eventuell nachträgt und somit die Durchsuchung des gesamten Portals erspart.

Mir persönlich ist diese Seite durch ihre Kategorie „Auswahl für’s Studium“ besonders positiv aufgefallen, weil man dort einen ausführlichen Einblick/Überblick zu vorlesungsrelevanten Texten und Materialien findet.

Viel Spass beim Stöbern! (Julia Motulewski)

 

Homepage des IDS (Institut für deutsche Sprache, Mannheim)

Die Homepage des IDS präsentiert vorrangig dieses Institut, kann aber in gewisser Weise auch als Portal in die germanistische Sprachwissenschaft genutzt werden.

Der Bereich „Abteilungen“ etwa gliedert sich in die drei Teilbereiche Lexik, Grammatik und Pragmatik.

Jeder Bereich hat entsprechende Projekte, deren Inhalt kurz beschrieben wird unter Angabe der darauf bezogenen Publikationen. Für den Bereich der Grammatik gibt es auch eine kleine Linkliste mit weiteren fachbezogenen Internet-Seiten.

Unter „Service“ findet man weiterhin noch Linksammlungen, bibliografische Datenbanken, Dokumentationen, Online-Anwendungen, Textarchive und den Bibliothekskatalog des IDS.

Es gibt jedoch keine seiteninterne Suchfunktion, und eine Informationsrecherche direkt auf der Seite des IDS ist nur bedingt möglich, man wird jedoch teilweise weitergeleitet auf Seiten, die ebenfalls zum Institut gehören, wie z. B. grammis (das grammatische Informationssystem). (Silvia Last)

 

II. OPACs (OPAC: Online Public Access Catalog)

OPAC UB Bremen

Der OPAC der Universität Bremen ist der online verfügbare Bibliothekskatalog, in dem der Gesamtbestand der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen verzeichnet ist. Es sind auch die Bestände der Teilbibliotheken an den Hochschulen in Bremen und Bremerhaven erfasst.

Der OPAC eignet sich zum Überprüfen vom Vorhandensein bestimmter Bücher und Zeitschriften in der Universitätsbibliothek, jedoch nicht zur Literaturrecherche. Die Suchfunktionen sind nicht besonders umfangreich, Aufsätze in Sammelbänden sind nicht erfasst.

Praktisch sind die Möglichkeiten des Verlängerns der Ausleihfrist und das Vormerken von bereits verliehenen Medien. Das „Virtuelle Bücherregal“ gibt eine Übersicht nach Fachbereichen mit den einzelnen Themen, in der Art wie sie in der Bibliothek sortiert sind. (Gianna Hidde)

 

GBV

Der Gemeinsame Verbundkatalog (GVK) des Gemeinsamen Biblitoheksverbunds (der nord- und einiger ostdeutscher Bundesländer) bietet – wie der OPAC der UB Bremen – die Möglichkeit der Recherche vorhandener Literatur, bezieht sich allerdings auf alle einbezogenen Bibliotheken.

Er bietet aber insbesondere die Möglichkeit, Literatur, die in der hiesigen Uni-Bibliothek nicht vorhanden ist, über eine Fernleihe zu beschaffen. Voraussetzung dafür ist ein gültiger Bibliotheksausweis. Es gibt zwei Möglichkeiten der Fernleihe:

1. Leihbestellung (z.B. Buch)

2. Kopierbestellung (z. B. einzelne Seiten aus einer Zeitschrift)

Die Lieferzeit beträgt ca. 1-2 Wochen, kann evtl. aber auch bis zu 6 Wochen dauern. Die Leihfrist beträgt 4 Wochen, kann i. d. R. aber auch verlängert werden. Bei der Leihbestellung liegen die Kosten zwischen € 1,00-€ 1,50. Für die Kopierleihe zahlt man bei bis zu 20 Seiten ebenfalls € 1,00-€ 1,50, bei mehr Seiten können zusätzlichen Kosten entstehen.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer Online-Fernleihe über GBVdirekt/subito Dokumentenlieferdienst. Das Prinzip ist dasselbe, allerdings sind die Lieferzeiten bedeutend kürzer, die Kosten sind dafür aber auch um einiges höher. (Annika Beckmann)

 

KVK

Der „Karlsruher virtuelle Katalog“ (KVK) ist ein digitaler Meta-Katalog, der einen Nachweis von mehr als 500 Millionen Büchern und Zeitschriften in Bibliotheks- und Buchhandelskatalogen weltweit erbringt. Man kann die gewünschten Kataloge auswählen, in denen der KVK dann standardmäßig sucht. Die Suchergebnisse sind dementsprechend verlinkt zu den einzelnen Original-Volltitelanzeigen der einzelnen durchsuchten Systeme. Es ist eine Freitext-Suche möglich sowie nach Autor, Titel oder ISBN, Schlagwort, Verlag und Erscheinungsjahr.

Weiterhin bietet der KVK die Möglichkeit einer Fernleihe an. (Silvia Last)

 

ELIB

Die elektronische Bibliothek der UB Bremen (ELIB) hält elektronische Texte verschiedenster Art vor. Das Fach „Germanistik“ ist dort unterteilt wie die anderen Fächer und Fächergruppen auch: in die Bereiche „Elektronische Zeitschriften“, „Datenbanken“, „Internet-Links“ sowie „Skripte und Publikationen“.

Die Zeitschriften sind alphabetisch geordnet und ihre Verfügbarkeit ist durch „Ampelzeichen“ gekennzeichnet (grün: frei verfügbar; gelb: bedingt frei verfügbar; rot: nicht frei verfügbar). Die Datenbanken sind nach demselben Prinzip aufgebaut. Beide verfügen über eine interne Suchfunktion. Die Internet-Links bieten eine Reihe von Internetquellen (Epochen, Fachportale, Nachschlagewerke u.v.m.). In „Skripte und Publikationen“ können elektronische Publikationen des FB10 der Universität Bremen eingesehen werden. (Kerstin Züge)

 

III. Bibliographien

BDSL

Die Bibliographie der deutschen Sprach- und Literaturwissenschaft (BDSL) wird von der UB Frankfurt am Main erstellt. Die Bibliographie wurde vom ehemaligen Bibliotheksdirektor Hans W. Eppelsheimer gegründet und von seinem Nachfolger Clemens Köttelwesch fortgesetzt, deshalb ist sie auch unter dem Namen Eppelsheimer-Köttelwesch bekannt.

Die BDSL ist eine bedeutende bibliographische Informationsquelle für Germanisten mit dem Schwerpunkt Literaturwissenschaft. Das umfangreiche (Online-)Verzeichnis von Primär- und Sekundärliteratur umfasst 293.000 Titeldaten aus den Jahren 1985-2007.

Die Suchfunktionen der BDSL Online sind ausgiebig. Neben den üblichen Suchfunktionen (Verfasser/Hrsg., Titel, Schlagwort) ist es auch möglich, nach einem bestimmten Verlag, dem Erscheinungsort, dem behandelten Werk oder einer bestimmten im Werk behandelten Person zu suchen. Ebenfalls ist es möglich einzelne literarische Epochen zu durchsuchen. Dazu kommt die Möglichkeit den gesuchten Dokumententyp (Monographie, Sammelband, Zeitschrift etc.) anzugeben.

Diese Bibliographie eignet sich hervorragend für die Recherche zu einer Hausarbeit oder einem Referat. Dabei sind besonders die Suchfunktionen „behandelte Person“ und „behandeltes Werk“ von Bedeutung. (Gianna Hidde)

 

MLAIB

[freier Zugriff über eine Lizenz der UB Bremen, wohl nur im Uni-Netz verfügbar? – Frage: Gibt es frei verfügbare Versionen?]

Die International Biography of Books and Articles on the modern Languages (MLAIB) wird von der MLA (Modern Language Association) veröffentlicht und ist eine laufende (sprach- und vor allem) literaturwissenschaftliche Fachbibliographie. Sie ist vom Englischen dominiert, verzeichnet aber auch andere Sprachen und Literaturen.

Die Seite ist übersichtlich strukturiert, die Suche ist einfach zu bedienen und umfangreich. Bei den verzeichneten Dokumenten handelt es sich größtenteils um Zeitschriftenaufsätze im Berichtraum von 1963 bis heute. Außer Zeitschriftenaufsätzen sind auch Monographien, Sammelbände und Nachschlagewerke verzeichnet, allerdings keine Primärliteratur.

Im Durchschnitt kommen jedes Jahr 50.000 neue Einträge hinzu, die MLAIB wird ständig aktualisiert und vergrößert.

Persönlich gefällt mir diese Seite sehr gut, da sie umfangreich und leicht zu bedienen ist. Für das Studium brauchte ich sie bisher noch nicht, aber falls jemand Anglistik studiert, könnte sie durchaus hilfreich sein. (Katja Wille)

 

IV. Buchhandelsverzeichnisse

Abebooks

Teil des größten Marktplatzes für neue, antiquarische, vergriffene und gebrauchte Bücher weltweit mit einem Bestand von über 100 Mio. Büchern von mehr als 13.500 Anbietern.

Die Seite ist sehr übersichtlich gestaltet und verfügt über eine gute seiteninterne Suchfunktion; wenn man auf der Suche nach einem bestimmten Buch ist, braucht man lediglich Titel oder Autor eingeben und schon kann’s losgehen. Die Treffer werden nach Preis sortiert angezeigt; angefangen mit dem Billigsten. Gleichzeitig wird man in der Buchbeschreibung über den Buchzustand informiert, allerdings nicht über den Inhalt.

Stöbern kann man ebenfalls gut, z.B. nach Autoren oder Themen. Unter Schnäppchen findet man zudem die Kategorie „Klassiker unter 5 €“.

Man hat außerdem die Möglichkeit, selbst Bücher zu verkaufen, da Abebooks ähnlich funktioniert wie das allseits bekannte ebay. Abebooks vermittelt zwischen Käufer und Verkäufer.

Für Bücher werden meist geringe Versandkosten genommen (nicht wie z.B. bei Amazon pauschal 3,00 €) und der Versand läuft reibungslos und schnell (jedenfalls konnte ich bisher noch nicht klagen).

Die Seite ist vielleicht mal einen Klick wert ;o) (Kerstin Züge)

 

ZVAB

[Kommentar steht noch aus]

 

V. Textsammlungen

Projekt Gutenberg.de

Das Projekt Gutenberg-De bietet seit 1994 deutschsprachige elektronische Texte kostenlos für alle an. Dabei handelt es sich um Texte von Autorinnen und Autoren, die vor mehr als 70 Jahren verstorben sind, vor allem aber die Autoren des 18. und 19. Jahrhunders, mit jeweils ausführlichen Biographien und den wichtigsten Werken. Die Texte sind nach Autoren gelistet.

Unter „Genres“ kann man aber auch Texte finden, die alphabetisch nach Gattungen sortiert sind wie z.B: Anekdote, Ballade, Erzählung usw., die wiederum dann auch alphabetisch geordnet sind.

Der Nachteil dabei ist nur, dass ein Herunterladen kompletter Texte nur mit Einschränkungen möglich ist – im Gegensatz zum internationalen/englischsprachigen „Project Gutenberg“.

Zudem kann man die Texte aus Gutenberg.de leider auch nicht zitieren – jedenfalls nicht in Arbeiten für die Uni. (Riyad Safrah)

 

Athena

Die Seite „Athena“ ist eine internationale Textsammlung und bietet dem User eine einfache Suche nach Texten, sortiert nach dem Namen des Autors/der Autorin (es gibt auch Texte, deren Autor unbekannt ist).

Athena verlinkt die Seite, auf welcher der Text zu finden ist. Leider gibt es auch einige „tote“ Links, man wird also zu einer Seite weitergeleitet, die es nicht mehr gibt und/oder auf der der gesuchte Text nicht mehr vorhanden ist. Deutsche Texte sind meist nach Gutenberg.de verlinkt.

Positiv ist allerdings, dass Athena eine Vielfalt von Autoren und Texten bietet, die es z.B bei Gutenberg.de nicht gibt. (Katja Wille)

 

Freiburger Anthologie

Die Freiburger Anthologie ist eine Sammlung lyrischer Texte. Sie bietet uns Texte von 1720 bis 1900. Die Seite umfasst 179 Autoren mit 1475 Gedichten.

Sehr schön ist der einfache Aufbau der Seite, wodurch man sich schnell zurecht findet. Klick man z.B. auf „Gedichte“, so gelangt man zu einer einfachen aber effektiven Suchmaschine. Hier gibt man die gewüschte Jahreszahl ein (z.B 1820-1830) und klickt auf einen Buchstaben. Nun werden einem alle Autoren und ihre Dichtungen im ausgewählten Zeitraum angezeigt. Natürlich kann man auch nach einem Autor suchen. Es werden dann alle verfügbaren Werke des Verfassers dargestellt.

Außerdem sind die angezeigten Inhalte zitierfähig, da sie an einer Druckausgabe redigiert werden. Ebenso liegen viele Gedichte in mehreren Fassungen vor, was Vergleiche möglich macht. (Andreas Linz)

 

Bibliotheca Augustana

Bei der Bibliotheca Augustana handelt es sich um eine Textsammlung, die online von der Fachhochschule Augsburg angeboten wird. Dabei werden nicht nur Texte in deutscher Sprache ins Internet gestellt, man findet auch eine Auswahl an Texten u.a. in Latein, Griechisch, Englisch, Russisch, etc.

Die Seite ist sehr übersichtlich gestaltet. Die deutschen Texte (BIBLIOTHECA GERMANICA) kann man sich alphabetisch oder chronologisch sortiert anzeigen lassen.

Zu den einzelnen Jahrhunderten wird eine Liste mit den jeweils verfügbaren Autoren angezeigt. Jedoch liegen nicht zu allen Autoren Texte vor, und wenn, dann meist nur eine begrenzte Auswahl. Zu den Autoren bzw. Texten die man auswählen kann, wird meist noch eine kurze Beschreibung bzw. Übersicht gegeben.

Interessant ist der Bestand an althochdeutscher und mittelhochdeutscher Literatur. Hier liegen relativ viele Texte vor. Allerdings gibt es zu den Originaltexten keine neuhochdeutschen Übersetzungen. Positiv zu vermerken ist, dass zu den Texten Quellenangaben gemacht werden.

Die Navigation in lateinischer Sprache ist erstaunlicher Weise unproblematisch. (Annika Beckmann)

 

Anthology of Medieval German Literature

Die „Anthology of Medieval German Literature“ von Albert K. Wimmer ist eine Auswahl von mittelalterlichen Texten in deutscher Sprache, die auf älteren Studien-Auswahlen und -Ausgaben (von Paul Demetz und W.T.H. Jackson) basiert.

Es ist eine Übersichtsseite, die die wichtigsten Werke des Althochdeutschen, Mittelhochdeutschen und Frühneuhochdeutschen enthält sowie ausführliche Einführungen in die einzelnen Epochen und Kommentare zu den einzelnen Texten.

Die Seite ist sehr übersichtlich gestaltet, und die englischen Erklärungen sind leicht verständlich und vor allem gut geschrieben. Angeboten wird eine Auswahl der bedeutensten Werke zwischen 750 und 1500, in die man auch selbstverständlich Einlick erhält. (Denise Coordes)

 

Bluetenleser

„Bluetenleser. Das Literaturportal“ ist ein Literaturportal mit dem Ziel, aktuelle Informationen zur Literatur zu sammeln und sehr übersichtlich darzustellen.

Auf der Startseite findet man regelmäßig neue Nachrichten zur Literatur.

Besonders interessante Funktionen sind die Anzeige des Radio- und Fernsehprogramms im literarischen Bereich (etwa mit Kritiken, Hörspielen oder Lesungen).

In die Suchmaschine kann man sowohl Stichwörter, als auch Sender, Genre oder Tag eingeben. Jede Hörfunksendung, die über das Internet zu empfangen ist, wurde mit einem Livestream-Link versehen, mit welchem man bequem zur entsprechenden Internetpräsenz einer Radiostation gelangt. Das TV-Programm befindet sich leider noch immer im Aufbau, soll aber demnächst ebenfalls Sendungen für die kommenden Wochen anzeigen. Ein Literaturkalender informiert über Geburts- und Todestage von Autoren und anderen Persönlichkeiten des Literaturbetriebs sowie über Tagungen, Ausstellungen, Messen und weitere Veranstaltungen. Die Autorendatenbank, in der sich momentan über 300 Autoren befinden, enthält keine eigens erstellten Informationen, sondern einige Links, durch die man auf andere Seiten gelangt, was diese Datenbank überflüssig erscheinen lässt. Sehr kurz gehaltene Rezensionen von Kritikern zu ihren saisonalen Lieblingsbüchern sind wohl interessenabhängig, auch hier befinden sich wieder Verweise auf aktuelle Radio- und Fernsehsendungen.

Weitere Kategorien beinhalten die Vorstellungen von aktuellen Hörbüchern und eine Bibliothek unterschätzter Bücher, die monatlich von Kritikern mit eben diesen Büchern gefüllt wird. Ein netter Service ist das kostenlose Abonnement des wöchentlich erscheinenden „Blütenbriefes“, ein kurzer und übersichtlicher Newsletter mit einem Mix aus den verschiedenen Bereichen der Internetpräsenz.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Bluetenleser eine sehr nette und übersichtliche Internetseite mit einer äußerlich ansprechenden Aufmachung ist, die für den privaten Gebrauch Literaturbegeisterter – besonders wegen des Radio- und Fernsehprogramms – sehr interessant sein kann. (Anne Martens)

 

Digitale Bibliothek 1: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka (nur mit ICA-Client im Uni-Netz)

[Kommentar steht noch aus]

 

VI. Lexika und Wörterbücher

Woxikon

In Woxikon, dem „Online-Lexikon und Wörterbuch“, kann man Wörter, Wortgruppen und kurze Sätze in sieben europäischen Sprachen übersetzt bekommen – nämlich: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Niederländisch sowie Schwedisch.

Das Woxikon-Wörterbuch bietet auch eines der größten deutschsprachigen Synonym- und Antonym-Wörterbücher. Man kann hier ein Wort eingeben, um seine Synonyme und Antonyme herausfinden, was für Nicht-Muttersprachler sehr hilfreich sein kann:)

Dieses Online-Wörterbuch und -Lexikon biete auch eine große Hilfe, indem es die Grammatik der deutschen Sprache sehr schön, mit Beispielen und mit wichtigen Links zu Übungsaufgaben erklärt!

Da Abkürzungen heutzutage unseren Alltag bestimmen, ist Woxikon von diesem Sprichwort ausgegangen – „Oft genutzt, selten gewusst.“ – und hat auch ein Lexikon der Abkürzungen erstellt. (Riyad Safrah)

 

Canoo .net

Ein Lexikon zur deutschen Grammatik. Die Begriffe werden kurz, verständlich und in verschiedenen Zusammenhängen erklärt. Ein weiteres Plus ist die Suchfunktion, die mit einer Autovervollständigung ausgestattet ist. (Stefan Baack)

 

Mittelhochdeutsche Wörterbücher Online

Hierbei handelt es sich um ein Projekt der Uni Trier, in dem ein mittelhochdeutsches Onlinewörterbuch erstellt wurde. So sind der BMZ (Georg Friedrich Benecke,Wilhelm Müller, Friedrich Zarncke) und „der Lexer“ jetzt auch online verfügbar. Die Seiten sind relativ übersichtlich und mit Hilfe der Suchfunktion findet man eigentlich alles. Da die Seite einem den Weg zum Regal (oder auch in den Keller) erspart, die Einzige ihrer Art und zudem auch wirklich sehr unkompliziert ist, soll sie unbedingt empfohlen werden. (Denise Coordes)

 

Grimms Wörterbuch Online

[Kommentar steht noch aus]

 

VII. Online-Rezensionen

LiRez

LiRez, „Literaturwissenschaftliche Rezensionen“, wurde von einer Gruppe Literaturwissenschaftler gegründet, die das Ziel haben, das Rezensionswesen zu optimieren – und zwar durch schnelle und kostenlose Publikation von Rezensionen, die den wissenschaftlichen Standards genügen, im Netz.

Die Rezensionen kann man nach Autor, Fachgebiet, Rezensent oder Datum durchsuchen, was die Suche erheblich erleichtert. Weiterhin gibt es eine seiteninterne Suchfunktion, die eine Schlagwortsuche ermöglicht. (Silvia Last)

 

VIII. Online-Kurse, eLearning

LiGo

LiGo ist die Kurzform für „Literaturwissenschaftliche Grundbegriffe Online“.

LiGo ist kurz, praktisch und gut.

Es lassen sich alle Grundbegriffe zu unseren Einführungskursen abrufen, und die Artikel sind kurz und prägnant zusammengefasst. Besonders interresant ist die Test-Rubrik, in der das zuvor erworbene Wissen nochmals überprüft werden kann. LiGo eignet sich für Anfänger wie auch Fortgeschrittene, die ihr Wissen verfestigen wollen (vor allem wenn die Rubriken noch erweitert werden, was derzeit geschieht). (Julia Motulewski)

 

Einladung zur Literaturwissenschaft

Auf dieser Seite, die von einer Projekt-Gruppe der Universität Duisburg-Essen in Verbindung mit Jochen Vogts gleichnamigem UTB-Band entwickelt worden ist, finden diejenigen unter uns Informationen, die sich für die Literaturwissenschaften begeistern.

Die Seite ist klar und einfach aufgebaut, was das Arbeiten unkompliziert gestaltet.

Die vorhandenen Informationen können vor allem für Studenten im ersten und zweiten Semester eine Hilfe sein, da alle wichtigen Inhalte präsentiert werden: über Rhetorik und Poetik sowie Epik, Lyrik und Dramatik. Außerdem wird auch über die unterschiedlichen Methoden in der Germanistik berichtet: von der Hermeneutik bis zum Poststrukturalismus. Dabei werden immer zuerst die Grundlagen erläutert, bevor tiefer in die Materie eingestiegen wird.

Alles in allem eine gut gelungene Seite mit vielen nützlichen Inhalten. (Andreas Linz)

 

Basislexikon Literaturwissenschaftliche Terminologie

Das Basislexikon ist ein Nachschlagewerk, das die wichtigsten literaturwissenschaftlichen Fachbegriffe enthält, angefangen bei der Figurenlehre und Stilistik über Metrik, Rhetorik, Klassifikationen von Literatur bis zur erzählenden Literatur. Die präzisen und gut verständlichen Erläuterungen sind mit zahlreichen Hyperlinks versehen, so dass man bequem hin und her springen kann (allerdings sollte man aufpassen, dass man nicht den Überblick verliert). Ergänzt werden die Erläuterungen zudem durch veranschaulichende Beispiele. Über den Index kann nach bestimmten Schlüsselwörtern gesucht werden. Ein idealer Begleiter für den Einführungskurs Neuere deutsche Literaturwissenschaft! (Kerstin Züge)

 

L;nkolon

Bei L;inkolon handelt es sich um einen Teil des Verbundprojekts „PortaLingua“, der multilmediale Lernmodule zum Thema Sprachwissenschaft kostenlos anbietet. Es gibt dabei folgende Themenbereiche:

  • Semantik

  • Morphologie

  • Semiotik

  • Soziolinguistik

  • Grammatik

  • Sprachgeschichte

  • Syntax

  • Geschichte der Schrift

  • Grundkurs-Skript

Innerhalb dieser Bereiche wählt man dann die einzelnen Teilgebiete aus, über die man mehr erfahren möchte. Die Erklärungen sind gut verständlich und werden mit Grafiken, Animationen und Beispielen sinnvoll unterstützt. Zum Teil gibt es auch kleine Übungen zu den einzelnen Themen. Vom Aufbau her sind die Seiten übersichtlich gestaltet und gut strukturiert. Neben dem Lernprogramm gibt es noch eine kurze Link-Liste zum Bereich Sprach- und Kommunikationswissenschaft, sowie einen Chat-Room.

Fazit: Das Lernprogramm von L;inkolon bietet eine gute Unterstützung gerade in die Einführung in die Sprachwissenschaft und kann daher auch bei der Klausurvorbereitung durchaus hilfreich sein. (Annika Beckmann)

 

IX. Foren zur Sprachwissenschaft

Lingforum

Ein Linguistik-Forum in englischer Sprache, in dem man Fragen stellen, Probleme diskutieren und eigene linguistische Arbeiten online stllen kann. Nebenbei können auch allgemeine Themen diskutiert werden, die mit dem Studium zu tun haben. (Denise Coordes)

 

Zukunftswerkstatt Linguistik

Relativ neue Linguistikseite von einem Studenten, der sich kritisch mit der Linguistik und ihrer Entwicklung auseinander setzt. Die Seite steckt noch ein wenig in den Kinderschuhen, ist aber ganz informativ. (Denise Coordes)

 

Linguistik Forum

Ebenfalls ein Linguistik-Forum, jedoch auf Deutsch. Hier wird über alles zum Thema Linguistik diskutiert. Zusätzlich gibt es eine sehr gute Rubrik „Ausschreibungen“, in der Stellenausschreibungen, Projekte und Praktikumsplätze angeboten werden. Klatsch und Tratsch über allgemeine Unithemen ist auch hier möglich. (Denise Coordes)

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